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Meine Lehrer: Brené Brown

27. Aug.
3 Min. Lesezeit

Es gibt Menschen, von denen ich im Laufe der Zeit sehr viel gelernt habe. Ich nenne sie meine Lehrer. Ohne sie wäre ich nicht dort, wo ich heute bin. Sie alle haben mich verändert und ein Stück meines Weges begleitet. Sie haben mir das Leben und den Glauben beigebracht. Sie haben mich korrigiert und herausgefordert. Ich verdanke ihnen viel. Darum möchte ich sie hier vorstellen.


Brené Brown


Als Erstes möchte ich von Bréne Brown erzählen. Sie ist Sozialarbeiterin, Texanerin und anglikanische Christin. Aber es ist nicht der Glaube, über den sie normalerweise spricht. Sie ist nämlich Forscherin und fortscht über Scham und Verletzlichkeit, Empathie und Verbundenheit. Denn Scham und Verletzlichkeit (die Angst unvollkommen gesehen, beschämt und abgelehnt zu werden) sind die Gründe, warum wir uns verschließen – vor Menschen, die uns nahekommen oder vor Fehlern, die wir nicht eingestehen wollen. Dabei werden wir hart, engstirnig, unverbesserlich, unbarmherzig, distanziert und einsam - wenn wir nicht zu unserer eigenen Unvollkommenheit stehen können. Oder wenn wir nicht wissen wie man Grenzen setzt und uns darum ausnutzen lassen und bitter werden. Darum ist es so wichtig mehr darüber zu lernen.


Durch ihre Bücher und Podcasts habe ich gelernt

  • ehrlich mit mir selbst zu werden

  • die Angst vor Fehlern und dem Scheitern zu verlieren

  • Grenzen zu setzen, um empathisch zu bleiben

  • Verantwortung für meine Geschichte zu übernehmen und

  • mich vertrauensvollen anderen Menschen in meiner Tiefe zu zeigen

 

Ihre Bücher haben mich aufgefangen, als ich vor vielen Jahren zum zweiten Mal geich nach meinem Studium meinen Job gekündigt hatte, weil ich nicht darin zurecht kam und das Gefühl hatte auf ganzer Linie in meinem Beruf gescheitert zu sein. Heute habe ich viel weniger Angst vor allem.


Brené Brown hat mir die Grundlagen tiefer authentischer und gesunder Beziehungen beigebracht. Ohne sie hätte ich mich vielleicht nie

  • für echte Freundschaften geöffnet

  • Hilfe bei Therapeuten und Freunden gesucht

  • meine Meinung ehrlich revidiert

  • meine Schwächen und mein Versagen benennen, annehmen und andere mich darin begleiten lassen oder

  • klare und empathsich Menschen führen gelernt (z.B. in Klassen, mit Kindern)

 

Dank ihr schiebe ich niemals mehr Schuld auf andere. Dank ihr kann ich in allen Menschen das Beste sehen. Dank ihr kann ich heute ehrlich um Hilfe bitten und in anderen Situationen sagen: „Nein, das möchte ich nicht.“ Ich habe mit ihr gelernt, die volle Verantwortung für mein Leben zu übernehmen. Durch sie habe ich auch gelernt, mich nicht für meine Geschichten von Depression, Panik, Liebeskummer oder Abhängigkeiten zu schämen, sondern sie an sicheren Orten auszusprechen und so die Scham zu verlieren und tiefe Anteilnahme zu erleben. Einer ihrer Schlüsselsätze lautet:


„Shame dies when stories are told in safe places.“


„Die Scham stirbt, wenn die Geschichten an sicheren Orten erzählt werden.“


Von ihr habe ich auch gelernt:


Je klarer ich meine Grenzen setze und kommuniziere, desto liebevoller und empathischer bin ich.


Ihre Bücher „Laufen lernt man nur durch Hinfallen“ (für mich das beste) und „Verletzlichkeit macht stark“ sind für mich die Grundlagen-Literatur für ein gesundes Leben und gesunde Beziehungen – sei es mit sich selbst, mit Gott, mit Freunden, Familie, Kollegen oder in der Gemeinde. Brené Brown bringt uns bei, tiefe Beziehungen zu leben, in denen wir uns nicht beschuldigen und nicht verstecken.


Sie hilft uns die Angst vor dem Versagen zu überwinden, damit wir uns überhaupt für Lernerfahrungen öffnen. Sie zeigt uns, wie wir mutig werden können und andere Menschen führen können ohne sie zu beschämen. Sie ist eine Lehrerin für Verbundenheit und echte Gemeinschaft: Wie Menschen gut zusammen leben und lernen können, wie Vertrauen entsteht und man auch sich selbst als der Mensch annehmen kann, der man ist. Sie nimmt uns die Angst vor der Unvollkommenheit.


Heute habe ich keine Angst mehr vor all dem, was nicht schön ist. Ich kann hinschauen – in meine Seele, meine Familie, meine Gemeinde, meine Kirche. Ich kann das Versagen benennen und annehmen, ohne dass es schlimm ist. Und ich kann dadurch meinen Teil dazu beitragen, dass es besser wird.


Diese und andere wunderschöne Gedanken findest du zum Beispiel in meinen Lieblings-Podcast-Folgen von ihr. Hier spricht sie zum Beispiel darüber, wie die Annahme, dass jeder Mensch sein Bestes gibt, uns persönlich frei macht von Wut und Bitterkeit. Und wie wir liebevoller bleiben, je klarer wir unsere Grenzen kennen und setzen. Ich habe diese Folgen schon dutzende Male gehört – weil sie mich zu einem besseren Menschen machen. Sie erinnert mich an das ABC von Beziehungen:


Brené and Ashley on Living BIG, Part 1 of 2


Brené and Ashley on Living BIG, Part 2 of 2


Hier ein kurzes Video zum Thema "Grenzen und Empathie":


Hier noch viele andere wunderschöne Kurzfilme mit Brené Brown:


Viel Spaß damit! ;)

 
 
 

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